„Die Tabelle hat 500 Zeilen, also importieren wir 500 Testfälle.“ Das kann stimmen. Es kann aber auch bedeuten, dass aus einer Anmeldung drei unbrauchbare Fälle werden: „Benutzername eingeben“, „Kennwort eingeben“ und „Auf Anmelden klicken“. Entscheidend ist, wo eine eigenständig prüfbare Erwartung endet.
Vor dem Import eine Stichprobe ziehen
Nehmen Sie fünf bis zehn typische Zeilen aus einer Kopie der Tabelle. Dazu gehören ein guter Fall, einer mit mehreren Schritten und eine Zeile, die bisher nur das Ergebnis eines früheren Laufs festhält. Legen Sie nebeneinander, was in der Quelle steht und was Sie nach dem Import im Projekt wiederfinden wollen.
| Eintrag in der Tabelle | Entscheidung für die Übernahme |
|---|---|
| „Als Kunde anmelden, Startseite sichtbar“ | Ein Fall. Benutzertyp und Ausgangszustand als Voraussetzung ergänzen. Als Erwartung die für den Kunden sichtbare Seite benennen. |
| „Anfrage anlegen“ in Zeile 8, „Übersicht neu laden“ in Zeile 9 | Gehören beide Schritte zur selben Prüfung? Dann brauchen sie einen gemeinsamen Gruppenschlüssel. Nach dem Laden muss die neue Anfrage auffindbar sein. |
| „Anfrage anlegen“ in zwei verschiedenen Fachbereichen | Gleicher Titel bedeutet noch keine gleiche Prüfung. Entscheiden Sie anhand von Rolle, Testdaten und erwartetem Ergebnis. |
| „23. Mai: OK, geprüft von AB“ | Historisches Ergebnis. Lassen Sie es in der Quelldokumentation nachvollziehbar. Die neue Testanweisung soll auch morgen noch stimmen. |
| „Wie oben“ in einer verbundenen Zelle | Die gemeinte Gruppenzuordnung in jede betroffene Datenzeile schreiben. Nach Sortieren oder Filtern muss sie weiterhin eindeutig sein. |
Eine Kontrollsumme fürs Fachliche
Ein kleiner Probelauf hat einen Vorteil: Sie können das erwartete Ergebnis vorher zählen. In einer Kopie Ihrer Arbeitsmappe können Sie etwa diese vier Schritte als zwei Quick-Testfälle vorbereiten:
| Gruppe | Schritt |
|---|---|
| Anfrage speichern | Neue Anfrage absenden |
| Anfrage speichern | Liste neu laden und Referenz vergleichen |
| Pflichtfeld prüfen | Leeres Formular absenden |
| Pflichtfeld prüfen | Fehlendes Feld ergänzen und erneut absenden |
Das Soll für dieses Beispiel lautet zwei Fälle mit jeweils zwei Quick-Zeilen. Öffnen Sie im Windows-Client an einer Testeinheit den Excel-Import unter „Import/Export“. Prüfen Sie Blatt, Überschriftenzeile und Vorschau. Ordnen Sie „Gruppe“ als Testfalltitel und als Quell-Quick-Gruppierungsfeld zu. Verbinden Sie dann „Schritt“ mit dem passenden Quick-Zeilenfeld. Die vollständige Zuordnung mit Bildschirmbildern zeigt das Handbuch zum Excel-Import.
Was nach dem Probelauf stimmen muss
Öffnen Sie beide Fälle in einem separaten Testprojekt. Stehen die Schritte in der richtigen Reihenfolge? Kann jemand, der die Tabelle nicht kennt, den Test ausführen und über das Ergebnis entscheiden? Vier Fälle statt zwei sprechen für eine falsche Gruppierung. Zwei Fälle mit unverständlichen Schritten sprechen eher für eine Lücke im Ausgangstext. Korrigieren Sie die jeweilige Ursache an der Quelle und prüfen Sie die Stichprobe erneut, bevor Sie den vollständigen Bestand übernehmen.